Medizinische Weichteiltherapie zur Behandlung von Muskel- und Gelenkbeschwerden
Die Marnitz-Therapie ist ein fester Bestandteil der Physikalischen Medizin. Sie wird gezielt eingesetzt, um Schmerzen und die damit verbundenen Bewegungseinschränkungen zu behandeln. Dabei betrachten wir den Menschen ganzheitlich und berücksichtigen insbesondere die myofaszialen Zusammenhänge im Körper.
Die von Dr. med. Harry Marnitz entwickelten Techniken nutzen unterschiedliche, evidenzbasierte Wirkmechanismen, um Patientinnen und Patienten zu mehr Schmerzfreiheit und einer verbesserten Beweglichkeit zu verhelfen.
Die Marnitz-Therapie ist die bevorzugte Therapiemethode bei der postoperativen Rehabilitation sowie bei allen Behandlungen, die mit einer Gewebeschwellung oder einem Lymphödem einhergehen. Physiotherapeutinnen und Masseure setzen sie zudem gezielt bei folgenden Beschwerdebildern in Diagnostik und Therapie ein:

Die Schonung von Gelenken – ob durch ein Trauma oder einen operativen Eingriff bedingt – führt fast immer zu muskulären Beschwerden. Manche Gelenke dürfen zudem während der Heilungsphase nur eingeschränkt oder bedingt bewegt werden, was die natürliche Muskelpumpe beeinträchtigt. Die Folge ist häufig eine Schwellung oder ein Ödem.
Eine durchblutungsfördernde Weichteiltherapie wäre in diesen Fällen kontraindiziert, da sie die Schwellung verstärken und den Heilungsprozess negativ beeinflussen könnte. Genau hier setzt die Marnitz-Therapie mit ihrem schonenden, gezielten Ansatz an.
Der Therapeut setzt mithilfe unterschiedlicher Grifftechniken gezielte Dehn- und Zugreize in das Gewebe. Dieser Reiz kann durchaus intensiv sein und wird idealerweise als „Wohlschmerz“ wahrgenommen.
Wichtig: Die Schmerzgrenze wird nie überschritten – ein zu starker Reiz würde die Reizweiterleitung hemmen und den positiven Therapieeffekt zunichtemachen.
Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass manuelle Techniken Schmerzen wirksam lindern können (Quelle).
Neuroreflektorische, biochemische und psychologische Effekte beeinflussen schmerzmodulierende Areale im Gehirn (Quelle). Die Kraft der therapeutischen Berührung sollte dabei nicht unterschätzt werden (Quelle). Zudem zeigen Untersuchungen, dass Gewebe unter gezielten Druckreizen besser heilt (Quelle).
Alle drei bringen viele Jahre Erfahrung in der Marnitz-Therapie mit und geben ihr Wissen in Praxis und Fortbildung weiter.



Weitere Therapeutinnen und Therapeuten finden Sie unter:
www.marnitz-therapie.de/therapeutenliste

Die Fortbildungen dauern in der Regel vier bis fünf Tage mit insgesamt ca. 40 bis 45 Unterrichtseinheiten (à 45 Minuten) und finden in kleinen Gruppen mit bis zu 18 Teilnehmenden statt. Allen Teilnehmenden wird ein Skript mit bebilderten Grifftechniken zur Verfügung gestellt, sodass die erlernten Inhalte auch im Anschluss an die Fortbildung jederzeit nachgeschlagen werden können. Auf Anfrage kann zeitlich begrenzt ein Lehrvideo zur Verfügung gestellt werden.
Inhalte der Fortbildung:
Auch Inhouse-Schulungen sind möglich – diese können ganz unkompliziert über den persönlichen Kontakt-Button angefragt werden.
Untersuchung struktureller Ursachen und funktionell-pathologischer Störungen im Schultergelenk. Sie gewinnen mehr Sicherheit und Routine bei Tests und Grifftechniken an Schultergelenk und Schultergürtel, lernen neurologische Phänomene zu erkennen und erhalten ein vielseitiges Konzept für das Schultertraining.
Ein Vortrag mit Leitfaden, um die Risiken des Älterwerdens zu erkennen und Symptomen aktiv entgegenzuwirken. Sie erfahren, was die aktuelle Forschung sagt und wie sich das im Alltag umsetzen lässt – mit praktischen Übungen zum Mitmachen.
Anfragen zu beiden Kursen sind über den Kontakt-Button der Therapeutinnen möglich.